Zoo Rostock – 12.09.2008 – Eröffnung einer neuen Pelikananlage K.Jacobi

Eröffnung einer neuen Pelikananlage K.Jacobi

Historischer Ententeich am Zoo-Eingang Trotzenburg wurde umgestaltet

Am 12.September wurde am Eingang Trotzenburg des Rostocker Zoos eine moderne Tieranlage für Pelikane eingeweiht.
Nachdem die Jahrzehnte lange Haltung von Enten auf dem dortigen Teich auf Grund der Vogelgrippegefahr beendet werden musste, können die Besucher künftig auf der neuen Tieranlage bis zu acht Rosa Pelikane antreffen.
Die Baumaßnahmen für die neue Tieranlage hatten Ende des vergangenen Jahres mit der umfangreichen Renaturierung des historischen Ententeiches begonnen. Es folgten der Bau von Inseln, die mit Baumstämmen verbunden wurden, und der Einbau einer Fontäne. Diese ist einmal natürlich eine Besucherattraktion, gleichzeitig dient sie aber auch der Belüftung und dem Sauerstoffeintrag in den Teich sowie seiner Eisfreihaltung.
Die biologische Reinigung des Teichwassers wird durch eine Umlaufpumpe unterstützt, die Beheizung der beiden Wasserbecken im Tierhaus sowie der Räume erfolgt durch eine Wärmepumpe. Die Grundwärme hierfür wird aus dem Teichwasser gewonnen.
Dafür wurde auf dem Boden des Gewässers ein insgesamt 900 Meter langes Schlauchsystem verlegt. Dieses Verfahren zur Wärmegewinnung durch erneuerbare Energie ist in deutschen Zoos z. Zt. wohl noch einmalig.
Die sechs Rosa Pelikane, die bisher ihr Quartier auf der Stelzvogelwiese hatten, sind kurz vor der Einweihung der Anlage am 12. September zur Eingewöhnung in ihr neues Haus umgezogen.
Die komfortable Unterkunft für die rosa Vogelschar hat eine Gesamtfläche von 80 m², das Badebecken ist 25 m², der Nistbereich mit Futterbecken 30 m² groß. Außerdem gibt einen Besucherbereich der 13,5 m² umfasst.
Im Zusammenhang mit dem Neubau des Hauses wurde die gesamte Außenanlage umgestaltet. Die in den letzten Jahren etwas vernachlässigten Flächen wurden so wieder zu einer interessanten Anlage, auf der man einen kleinen Kräuterwall, einen Futterpflanzenbereich und ein seltenes Wilddahliensortiment ansehen kann. Die umliegenden Rasenflächen wurden in Randbereichen mit Kräutermischungen eingesät, wobei auch Saatgut seltener heimischer Wiesenpflanzen eingebracht wurde.
Für die größeren Rasenbereiche verwendeten wir erstmals das extra schnell keimende Saatgut der Firma Juliwa – Hesa, was dann auch nach einer Woche bereits keimte und
nach 3 Wochen schon einen dichten Teppich bildete (Danke nach Dresden für den Tipp).

Von | 2018-01-25T19:56:02+00:00 September 12th, 2008|Newsarchiv|0 Kommentare